… , der hoffentlich noch nicht vorüber ist! Draußen regnet, gewittert und stürmt es gerade. Aber das soll hier nicht das Thema sein. Nein, ich möchte endlich mal meine kleinen Rezis nachholen – auf Grund der Menge werde ich mich kurz fassen.
In chronologischer Reihenfolge:
Kühles Grab von Lisa Gardner
Spannender Thriller + mysteriöses Familiendrama = toller Pageturner!
Kill your friends von John Niven
Ja, es war das Cover und der Vergleich mit „American Psycho„, der mich zum Kauf verleitet hat. Doch Bret Easton Ellis kann das um Längen besser, was John Niven hier versucht hat: Eine bitterböse Satire über die abgestumpfte (reiche) Gesellschaft zu schreiben. Bei Niven ist es die Musikindustrie. War Patrick Bateman noch eine tragische und dreidimensionale Figur, so ist Steven Stelfox einfach nur ein Arsch, der seine gesamte Umwelt hasst.
Allerdings muss ich zugeben, dass der Roman auch wirklich gute und starke Szenen hat und insgesamt recht gut geschrieben ist. Kann man lesen, muss man nicht.
(Ellis kann es halt besser. Basta!)
Land des Lachens von Jonathan Carroll
Diesen schmucken Roman (ich mag es ja, wenn Bücher ein gewisses Eigengewicht haben, wie eben dieses) bekam ich zum Geburtstag geschenkt und war schon nach wenigen Seiten hin und weg: Eine wunderbar geschriebene und wundervoll gesponne Geschichte über einen wunderlichen Schriftsteller, dessen Schreibe gar wundersame Auswirkung hat!
Eine Perle! Ein wirklich beeindruckender Roman, der immer für eine Überraschung gut ist und mich rundum überzeugt hat! (Danke!
)
Mögliche Nebenwirkungen von Augusten Burroughs
Ich würde es sehr begrüßen, wenn seine autobiographischen Kurzgeschichtenbände in Zukunft so dick wie Telefonbücher wären, man ist immer viel zu schnell auf der letzten Seite. Die Einblicke in seine neurotische Welt und die Rückblicke in seine etwas andere Kindheit sind einfach herrlich – bitte ganz schnell Nachschub!
(Weiterhin werde ich den Verdacht nicht los, dass er und David Sedaris entweder ein und die selbe Person oder Seelenverwandte sind
)
Der kleine Vampir und die letzte Verwandlung von Angela Sommer-Bodenburg
Da mich die Abenteuer von Anton Bohnsack und der Schlotterstein-Sippe schon mein ganzes Leben begleiten, musste ich natürlich auch den letzten Band lesen: Wie immer eine hübsche Geschichte und ein würdiger Abschluss dieser Kinderbuchreihe!
Grazie von Chelsea Cain
Der zweite Teil um die Serienmörderin Gretchen Lowell und ihren Jäger (und gleichzeitig letztes Opfer) Archie Sheridan. Der Roman braucht etwas Anlaufzeit, nimmt dann jedoch volle Fahrt auf. War schon sehr spannend, aber konnte mit dem ersten Teil, „Furie„, nicht ganz mithalten.
Monsterjäger-Akademie I: Das Portal des Barakkas von Dean Lorey
Mal wieder was für die Potter-Schublade, aber trotz einiger Ähnlichkeiten (Junge, der von seinem starken magischen Fähigkeiten erfährt, auf eine Akademie kommt, dort gleich zwei beste Freunde findet, einen Jungen und ein Mädchen, und ein finsterer Oberschurke, der es auf ihn abgesehen hat) auch sehr eigene und witzige Ideen zu bieten hat. Wirklich netter Lesespaß für junge Potter-Fans.
Ritus von Markus Heitz
Hhm. Die „Kinder des Judas“ haben mir besser gefallen. Hier sind es statt Vampiren nun Werwölfe, in meinen Augen sowieso weniger interessant, aber auch die Figuren waren etwas blasser gezeichnet (bzw. eindimensional überzeichnet). Zwischendurch gab es ein paar Längen und ein so offenes Ende hatte ich nicht erwartet (mit „Sanctum“ liegt glücklicher Weise bereits der zweite und letzte Teil parat). Doch es gab auch sehr spannende Abschnitte, ich mag den Stil von Heitz und ich hab es gern gelesen.
Nun freu ich mich erstmal auf sein „Vampire! Vampire!„, das im November erscheint!
Verdammnis von Stieg Larsson
Dass ich nur anderthalb Tage für die knapp 750 Seiten gebraucht habe, sagt wohl alles… Der zweite Teil war sogar noch eine Steigerung zur „Verblendung“, Larsson versteht es meisterhaft einen dichtgewobenen, mordsspannenden, intelligenten, unterhaltsamen Thriller zu schreiben, mit einmaligen lebendigen und faszinierenden Figuren! Es ist einige Zeit vergangen zwischen den beiden ersten Bänden, dafür schließt der dritte, die „Vergebung“, dann direkt an den zweiten an. Es ist also äußerst sinnvoll, den auch gleich zur Hand zu haben!
Stranger than fiction von Chuck Palahniuk
Prima: Lauter wahre Geschichten aus Palahniuks Nähkästchen! Eine Sammlung von autobiographischen Geschichten und Artikeln, sowie kurzen (und etwas anderen) Biographien (die bekanntesten Namen dürften wohl Juliette Lewis und Marilyn Manson sein). Lässt sich prima lesen und ist voll dieser kleinen interessanten Kleinigkeiten, die mir bei ihm so gefallen – und man erfährt auch, wie er zu diesen Informationen kommt.
Vergebung von Stieg Larsson
Wie war das mit dem lachenden und dem weinenden Auge?
Nun bin ich also (akutell auf Seite 387 von fast 900) beim letzten Teil dieser grandiosen Trilogie, mit dem Wissen, dass es von Larsson leider niemals Nachschub geben wird. Aber ich hoffe, andere Autoren schneiden sich eine gewaltige Scheibe ab – irgendwer hat über ihn geschrieben, dass er „alles richtig gemacht hat“, das kann ich nur unterschreiben!
Wenn ich die letzte Seite gelesen habe, werde ich nochmals berichten. Ich gehe stark davon aus, dass es dann weiterhin die reinste Lobhudelei sein wird, aber er hat es einfach verdient!