Die ersten 36 Seiten von Stephen Kings neuem Roman „Die Arena“ (erscheint am 16.11.) findet Ihr hier:
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Die ersten 36 Seiten von Stephen Kings neuem Roman „Die Arena“ (erscheint am 16.11.) findet Ihr hier:
Anfang November erscheint ein neuer (1280 Seiten starker) Roman von Stephen King mit dem Titel „Die Arena„. Die Zusammenfassung im Klappentext erinnert ein wenig an den Simpsons-Film: Eine unsichtbare Kuppel legt sich über eine Stadt…
Lassen wir uns überraschen!
Auch sein Sohn, Joe Hill, war fleissig, im Februar 2010 erscheint in den USA „Horns“ – wann die deutsche Übersetzung folgt, ist noch nicht bekannt.
Laut Filmstarts.de wird Stephen Kings Turm-Saga nun endlich verfilmt. Regisseur J.J. Abrams und „Lost„-Produzent Damon Lindelof planen sieben Kinofilme. Allerdings geht es erst los, wenn „Lost“ beendet ist, was im nächsten Sommer der Fall sein soll.
Das könnte ganz große Klasse werden, aber auch das Gegenteil… Die meisten King-Verfilmungen sind ja in dem einen oder anderem Extrem einzuordnen. Interessant wird es, wenn der Cast bekannt wird. Clint Eastwood, den King beim Schreiben als Roland im Kopf hatte, ist wohl etwas zu alt. Und wird King sich selbst spielen?
Übrigens ist jetzt der zweite Teil der Graphic-Novel-Reihe bei Heyne erschienen: „Der lange Heimweg„
Nö, nix Illuminaten, nur Literaten (oder solche, die es gern wären).
Seit meinem letzten Rezi-Report ist eine ganze Handvoll (Hier ist sie schon, die erste 5…) an Monaten ins Land gezogen. Bei der Menge werde ich mich kurz fassen. Los gehts:
1. Physic von Angie Sage
Die herrliche Jugendbuch-Reihe um den Zauberlehrling Septimus Heap geht in die dritte Runde und kann locker mit den beiden Vorgängern (Magyk und Flyte) mithalten. Diesmal befreit der Vater von Septimus versehentlich den Geist einer grausamen Königin, die schon einige Jahrhunderte darauf wartet, ihre bösartigen Pläne in die Tat umzusetzen. Toll!
2. Snuff von Chuck Palahniuk
Der ganze Roman spielt an einem Tag in einem Wartezimmer. In diesem Wartezimmer warten 600 Männer darauf mit einer Frau einen Rekord zu brechen: Der nicht mehr ganz so junge Porno-Star Cassie Wright will an einem Tag vor laufender Kamera mit 600 verschiedenen Männern Sex haben, was sie allein aus medizinischer Sicht wohl nicht überleben wird.
Unter den Wartenden ein junger Mann, der sich sicher ist, ihr Sohn zu sein.
Ein recht dünner und unterhaltsamer Roman, mit sehr viel weniger Sexszenen, als man vermuten würde, im gewohnten Palahniuk-Stil. Mir hat er wieder besser gefallen als sein letzter Roman Das Kainsmal.
3. Das Böse in uns von Cody McFadyen
Nach Die Blutlinie und Der Todeskünstler der dritte Teil mit der FBI-Agentin Smoky Barrett. Leider der bisher schwächste. Waren die beiden ersten Teile außerordentlich spannend, war dieser hier gerade mal mittelmäßig. Die Szene, die auf dem Klappentext beschrieben wird, gibt es im ganzen Buch nicht, die Story plätschert streckenweise nur so vor sich hin, und wirkt oftmals mehr wie ein langatmiger Brief, in dem auch ausführlich erzählt wird, was in den beiden ersten Romanen passierte, obwohl es für diese Handlung nicht wichtig war.
Nicht für Einsteiger in die Reihe geeignet (die anderen sind bedeutend besser!). Es bleibt die Hoffnung, dass mit dem vierten Band die Qualitätskurve wieder nach oben steigt!
4. Dieses Buch wird ihr Leben retten von A. M. Homes
Dieses Buch wurde mir mehrfach von Kunden empfohlen. Der Titel ist ungewöhnlich, das Buch nicht so sehr. Eine nette Geschichte über einen Mann, der sich selbst vom Leben ausgesperrt hat und nach einem eingebildeten Herzinfarkt wieder dorthin (und damit auch zu sich selbst) zurückfindet. Teilweise lustig und unterhaltsam, teilweise etwas übertrieben, manchmal etwas kitschig und unrealistisch. Insgesamt: Ganz nett.
5. Sunset von Stephen King
Ein neuer King, ein neuer King! Aber leider ist er hier den Jubel nicht so ganz wert. Seine Kurzgeschichten reichen sehr oft einfach nicht an die Qualität seiner richtigen Romane. So auch bei Sunset. Ein paar gute, ein paar weniger gute Storys, aber ein Muss nur für echte Fans.
(Vielleicht sollte er in Sachen Kurzgeschichten bei seinem Sohn ein paar Nachhilfestunden nehmen…)
6. Gewebte Welt von Clive Barker
Siehe hier oder scrolle etwas runter.
7. Eine Handvoll Venus von Frederik Pohl / Cyril M. Kornbluth
Eine interessante Satire aus den 50ern über die heutige Welt, in der die Werbeindustrie und große Konzerne mächtiger als die Politik sind. Manche Visionen der Autoren lassen einen amüsiert grinsen, doch sie haben auch erschreckend viele Nägel auf den Kopf getroffen. Eine spannende Geschichte mit Intrigen, Verschwörungen und dem Kampf mit dem Gewissen. Unterhaltsam!
8. American Gods von Neil Gaiman
Nun war es höchste Zeit, auch endlich zu diesem Geburtstagsgeschenk zu greifen – und es hat sich gelohnt! Gaiman hatte mich schon vor Jahren mit Niemalsland begeistert und es auch hier geschafft!
Shadow nimmt nach einem Gefängnisaufenthalt einen Job als Bodyguard bei Mr. Wensday an. Es stellt sich bald heraus, dass sein neuer Arbeitgeber niemand geringerer als die Gottheit Odin ist. Und er ist nicht der einzige Gott, der sich in Amerika gelandet ist und darunter zu leiden hat, dass die Zahl der Gläubigen in den Keller gesunken ist. Shadow soll ihnen aus der Misere helfen.
Spannend, amüsant, philosophisch und skurril! Den zweite Band Anansi-Boys konnte ich zum Glück auch schon auftreiben. Lesen!
9. Blutportale von Markus Heitz
Ein neuer Horror-Thriller vom Herrn Heitz. Diesmal sehr blutig und rasant! Doch mit meinem Favoriten von ihm, Kinder des Judas, kann er leider nicht ganz mithalten. Dennoch ausserordentlich spannender Pageturner mit dem Villa-Sitter und Blumenhändler Will und der Star-Fechterin Saskia, die in einen dämonischen und vor allem blutigen Sog geraten. Mit einigen Gastauftritten von Figuren seiner anderen Romane. Gut und spannend!
10. Scientology von Frank Nordhausen / Liane von Billerbeck
Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will. So der Untertitel. So der Plan von Scientology. Ein sehr aktuelles Buch über die Sekte: Ihre Entstehung, ihr Aufbau, ihre Mittel, ihre Ziele. Spannend wie ein Krimi, nur erschreckend real. SEHR empfehlenswert!
11. Das Leben geht weiter von Matthias Keidtel
Der zweite Holm-Roman von Keidtel. Den ersten kenne ich nicht, so steige ich also unvorbereitet in Holms geregeltes Leben ein. Mit fast 40 wohnt er wieder bei seinen Eltern, ist arbeitslos und führt ein recht ruhiges Leben in Berlin/Rudow. Doch so ganz zufrieden ist er nicht. Da muss was passieren. Er entschließt sich, sein Leben wieder in die Hand zu nehmen und landet auf dem Weg nach Frankreich (auf der Suche nach Samen für seine geplante Reinhardt-Mey-Rosen-Zucht) in Berlin/Mitte. Erst erkundet er als Tourist seine unbekannte Heimat Berlin, plötzlich arbeitet er als Angestellter in einem Strip-Club und verliebt sich…
Hhm, in den ersten Kapiteln gefiel mir der Stil noch ganz gut, aber irgendwann ging mir die Holm’sche Langsamkeit und Weltfremdheit etwas auf die Nerven. Ok, aber nicht ganz mein Ding.
12. Zwischen zwei Träumen von Selim Özdogan
Ein Roman mit Traumstimmung. Eine Realität, in der Träume legale (natürlich gibt es auch illegale) Kosumgüter sind.
Nesta hat einen großen Traum: Er möchte ein Star-Träumer werden. Einer, der mit seinen Träumen (die von den Konsumenten in Tropfenform genommen werden) richtig viel Geld verdient und berühmt ist. So wie Tedeisha, die er bei einem Vorträumen kennenlernt. Doch plötzlich sind Tropfen im Umlauf, von denen die Menschen nicht mehr aufwachen.
Interessant, intelligent, philosophisch, traumhaft. Nur manchmal etwas verwirrend (wie Träume halt auch sind). Gut!
13. Gregs Tagebuch: Von Idioten umzingelt von Collin McMahon
Herrlich! Ein Comic-Roman, den man leider schon in einer Stunde durch hat. Für jeden Menschen ab 10 ein absolut empfehlenswerter Spaß! Wir lesen das Tagebuch von Greg, handgeschrieben mit vielen Comic-Zeichnungen darin (daher „Comic-Roman“). Er lässt uns teilnehmen an den Abenteuern und Qualen seines Schul- und Familienalltags. LESEN! (Auch bestens für alle geeignet, die sonst nicht gern lesen – mir haben schon zwei Mütter begeistert berichtet, dass sie mit Gregs Tagebüchern ihre absolut lesefaulen Söhne zu wahren Leseratten therapiert haben!
)
14. Terror von Dan Simmons
Dan Simmons hat es schon einige Male geschafft, mich zu begeistern. So auch hier: Ein dicker Eisberg von einem Roman, der sehr gut zum frostigen Jahresbeginn passte. Halb auf historischen Fakten beruhend, halb fiktiver mystischer Horror, für all das, wofür es keine wahren Belege gab. Zum zweiten Mal machte ich hier die Bekanntschaft mit Sir John Franklin (vor Jahren habe ich Die Entdeckung der Langsamkeit von Sten Nadolny gelesen), doch dieses Mal geht es nur um seine letzte Fahrt, dem Versuch als Erster die Nordwestpassage zu durchsegeln, eine Expedition, die niemand überleben sollte. Beide Schiffe saßen für Jahre im Eis fest, weit ab von jeder Zivilisation und mit zu wenig Nahrung. Und dann ist da auch ein riesiges mysteriöses Wesen…
Man spürt die Kälte, die kaustophobische Enge auf den beiden Schiffen, die Hoffnung, später die Hoffnungsloskeit und das Grauen. Angenehm fand ich, dass die Geschichte aus mehreren Sichten erzählt wird, etwas verwirrend fand ich manchmal die Zeitsprünge der Kapitel. Insgesamt ein wirklich großartiger Schmöker!
15. Komm zurück, mein dunkler Bruder von Jeff Lindsay
Der dritte Dexter-Band. Aber der erste, den ich gelesen habe. Den ersten Teil kenne ich vom Hörbuch – Des Todes dunkler Bruder (sehr hörbar!) und der großartigen TV-Serie (deren erste Staffel noch sehr nah an der Buchvorlage war), den zweiten nur als Fernsehserie – die sich allerdings nur ganz grob an den zweiten Roman gehalten hat, wie ich merken musste. Um die Wartezeit zur dritten Staffel zu verkürzen, griff ich nun zum neuen Buch. Hhm. Ein paar Wissenslücken schmälerten das Lesevergnügen, und Dexters Problem, dass sein sonst wohl sehr aktiver dunkler Passagier verstummt war. Überhaupt die Tatsache, dass da von einem „Dunklen Passagier“ in seinem Kopf die Rede war, als eine Art uraltem Wesen, das sich dort eingenistet hat. Der TV-Dexter hat so gar nix mit Mystik am Hut und die Stimme aus dem Off ist dort halt seine eigene. Beim ersten Hörbuch fiel das nicht so ins Gewicht, da kam es nur am Rande vor. Und, dass die Kinder seiner Freundin Rita ebenfalls diese „Veranlagerung zum Töten“ im Blut haben war mir vollkommen neu. Ich hoffe sehr, dass wird nicht für die TV-Serie übernommen. Auch der trockene schwarze Humor kam im TV besser rüber.
Von all dem abgesehen war es ein netter Pageturner, den man gut an einem Tag schaffen kann.
16. Das Aquarium von Thommie Bayer
Warum auch immer, ich werde mit den Romanen von Herrn Bayer nicht warm. Da habe ich hiermit schon den Roman gewählt, von dem die meisten schwärmen, aber auch diesmal will sich keine recht Begeisterung einstellen.
Nach einem Unfall, bei dem seine (fast-)Freundin stirbt, igelt sich Barry zu Hause ein und verbringt seine Zeit damit, seine neue Nachbarin zu beobachten, die im Rollstuhl sitzt. Übers Internet nehmen die beiden irgendwann Kontakt auf.
Also bei mir flog da kein Funke.
17. Die Stunde, in der ich zu glauben begann von Wally Lamb
Den Titel finde ich etwas misslungen. Zu kitschig. Es klingt zu sehr nach Religion, um die es nur ganz nebensächlich geht.
Auch wenn es schon einige Jahre her ist, dass ich seine anderen beiden Romane gelesen habe, denke ich, dass die mir einen Tick besser gefallen haben. Hier hätte auf einige Seiten verzichtet werden können. Ich war beinahe froh, als ich endlich durch war, obwohl er einen wirklich angenehmen Stil hat und das Thema sehr spannend war. Und in meinem Falle auch etwas gruselig: Während ich nun hier über das Drama von Columbine las, passierte der Amoklauf in Winnenden.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Caelum, einem Lehrer der Columbine High School erzählt. An diesem schicksalshaften Tag hat er aufgrund eines Todesfalls in der Familie frei. Doch seine Frau Maureen, die als Krankenschwester in der Schule arbeitete, erlebt das alles hautnah mit. Versteckt in einem Schrank. Natürlich hinterlässt dieses Erlebnis seine Folgen: Ein schweres Trauma, Depressionen und Psychosen. Kaum hat sie sich einigermaßen wieder aufgerappelt, passiert der nächste Schock. Sie landet im Gefängnis, die Anklage lautet Mord.
Gleichzeitig arbeitet er eher unfreiwillig die Geschichte seiner eigenen Vergangenheit und die seiner Familie auf, die es ebenfalls in sich hat und viele Fragen aufwirft.
Ein spannendes Drama, sehr einfühlsam und wenig gefühlsduselig. Und es zeigt, welche Wellen die unglaublichen Taten von jugendlichen Amokläufern schlägt. Gut!
18. Glück kommt selten allein von Eckard von Hirschhausen
Ja, Glück kann man kaufen! Dr. Hirschhausen zeigt es uns mit seinem zweiten Buch, das wirklich Spaß macht, voller weiser (und wissenschaftlich erwiesener) Ratschläge, Erkenntnisse, Witzen und wahren Geschichten. Zum immer wieder lesen und sich wohl fühlen! Toll!
19. Rollende Steine von Terry Pratchett
Jawohl, es geht um Musik! Um die ultimative Band in Ankh-Morpork: Die „Band mit Steinen drin“. Wie diese ungewöhnliche Band entstand und was an ihr so besonders ist, und, warum der TOD zur Fremdenlegion geht und seine Enkelin Susanne seinen Job übernehmen muss, solltet Ihr besser selbst lesen! Aber flott!
20. Bis(s) zur Mittagsstunde von Stephenie Meyer
Ja, auch ich habe es gelesen. Den ersten Teil vor fast zwei Jahren, aber nun dachte ich doch, es wäre mal an der Zeit, zu lesen, wie es weitergeht. Nett und zum Glück weniger kitschig als erwartet.
21. Leichenblässe von Simon Beckett
Der dritte Band der Reihe um den forensischen Anthropologen David Hunter. Auch hier ist es von Vorteil, die vorhergehenden Romane zu kennen, aber nicht zwingend notwendig. Dieses Mal ist er zu Besuch bei einem Kollegen in den USA auf einer Bodyfarm. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, dessen Opfer schon nach kurzer Zeit extreme Verwesungsmerkmale vorweisen.
Wieder ein sehr spannender Pageturner!
22. Bis(s) zum Abendrot von Stephenie Meyer
Mit kurzer Unterbrechung habe ich also gleich zum dritten Teil gegriffen. Bisher der schwächste Band, wie ich fand. Natürlich gibt es einige recht spannende Nebenhandlungen, aber in der Hauptsache versichern sich die beiden Hauptfiguren ständig ihre Liebe („Ich liebe Dich!“ – „Ich liebe Dich noch viel mehr!“ – „Nein, ich liebe Dich noch vieeeeel meeeehr!“ – Sinngemäß wiedergegeben), was mich irgendwann total genervt hat. (Aber ich bin ja auch nicht die Zielgruppe)
Mit ein wenig Pause werde ich mir dann irgendwann mal den vierten und letzten Teil geben, in dem es dann endlich richtig und nicht jugendfrei zur Sache gehen soll!
23. Mängelexemplar von Sarah Kuttner
Nun also auch Fräulein Kuttner. Aber doch: Ein absolut gelungenes Debüt!
Ihre junge Ich-Erzählerin Karo leidet unter Depressionen und Panikattaken. Alles beginnt, als ihr der Job gekündigt wird und sie ihrem Freund die Beziehung kündigt. Und ihn dann doch vermisst. Plötzlich fühlt es sich an, als wäre ihr der Boden unter den Füßen weggerissen worden. Sie sucht sich eine Psychotherapeutin, doch damit ist es nicht getan, psychische Erkrankungen dauern bekanntlich etwas länger als eine Grippe.
Einfühlsam und rotzig, durchaus sehr lesenswert!
Es ist geschafft! Ich bin hier nun fast wieder auf dem Laufenden. Jede Menge dritte Teile waren diesmal dabei, wie mir jetzt auffällt. Allerdings haben die letzten sonnigen und freien Tage dafür gesorgt, dass ich nicht artig am Rechner saß und weitergeschrieben, sondern auf dem Balkon Sonne getankt und Bücher gefressen habe. Bald gibt es also wieder frische Rezi’s.
Die letzten Rezis sind in Arbeit und folgen bald. Ein gutes Dutzend diesmal.
Heute hab ich mir den neuen Palahniuk gekauft: „Snuff„
Gestern habe ich „Physic“ von Angie Sage angefangen, den dritte Band der „Septimus Heap“-Reihe.
Jetzt ist natürlich die Frage: Ein wirklich nettes und spannendes Jugendbuch weiterlesen oder doch schnell den krassen und bestimmt nicht jugendfreien Palahniuk einpfeifen?
Es gibt so schöne Probleme!
King-Neuigkeiten? Und ob! Mitte des Monats erscheint ein neuer Kurzgeschichtenband namens „Sunset„.
Am Freitag hab ich mir vor der Mittagspause kurzentschlossen „Die Show“ von Richard Laymon gekauft. Das Cover hat mich magisch angezogen und über dem vielversprechenden Klappentext behauptet Stephen King „Es wäre ein Fehler, Richard Laymond nicht zu lesen!“.
Gestern Abend habe ich die letzte Seite erreicht und war begeistert: Ein grandioser Horror-Thriller mit lebendiger „Stand-by-me„-Atmosphäre, wahnsinnig spannend und unterhaltsam geschrieben!
Zur Story: Der Roman spielt an einem einzigen Tag (sieht man mal von vielen gut eingefügten Rückblicken ab), einem heißen Augusttag, an dem um Mitternacht eine reisende Vampirshow in der Nähe des kleinen Ortes Grandville eine Vorstellungen geben wird. Besonders der 16jährige Rusty will unbedingt die „umwerfende und betörende“ Vampir-Dame Valeria sehen und überredet seine beiden besten Freunde Dwight (der uns als Erzähler durch die Geschichte führt) und Slim (die eigentlich Frances heißt), mit ihm zur Show zu gehen.
Um nicht zu viel von der Handlung vorweg zu nehmen, belasse auch ich es jetzt bei einem unheilvollen „Und das Unglück nimmt seinen Lauf…“.
Der Roman ist in der „Hardcore“-Reihe von Heyne erschienen, aber höchstens wegen der letzten Seiten bekäme er, würde man ihn verfilmen, eine FSK ab 18.
Laymon versteht es großartig, mit den gespannten Lesern zu spielen, er nimmt sie mit in eine verträumte 60er Jahre Kleinstadt, stellt ihnen dreidimensionale Figuren zur Seite, jongliert gekonnt mit Handlung und Rückblicken, und macht, vor dem wirklich grausigen Finale an den richtigen Stellen „Buh!“, dass man das Buch keine Sekunde aus der Hand legen möchte.
Übrigens hat Laymon, der leider 2001 verstorben ist, für diesen Roman den „Bram Stoker Award“ erhalten. Da noch nicht alle seiner Romane in deutscher Übersetzung erschienen sind, wird es in den nächsten Jahren weitere Neuerscheinungen geben.
Und ich denke, es wäre ein Fehler sie nicht zu lesen.
Ich habe eben eine ganze Weile im King-Forum (auf stephen-king.de) gestöbert. Besonders interessant fand ich, wie oft einige schon die komplette Turm-Saga gelesen haben. Es gibt nur wenige Bücher, die ich mehrfach gelesen habe, Mehrteiler so gut wie nie und schon gar keine Reihe, die aus sieben fetten Schinken besteht. Allerdings war das damals echt ein Erlebnis und ich ertappe mich dabei, es doch mal in Erwägung zu ziehen. Auch wenn das Leseerlebnis nicht die gleiche Intensität haben wird, weil man den Weg des Ka-Tet ja bereits kennt, und weiß, wie alles endet, aber wie viele Filme hab ich mir schon x-mal angeguckt? Nur kostet das ja weniger Zeit, als einen Roman zu lesen. Und mein SUB (Stapel ungelesener Bücher) wächst ständig. Viel zu oft lese ich auch Bücher, die wir gar nicht in den Laden bekommen, was an sich nicht schlimm ist, aber sich dann bei den Beratungen rächt (wenn ich den Leuten großartige Romane empfehlen könnte, die wir gar nicht da haben und über die vorhandenen wenig zu erzählen habe).
Einer dieser Romane war nun zuletzt „Als wir unsterblich waren“ von Tony Parsons, der mir richtig gut gefallen hat! Etwas weiter unten ist noch der Klappentext zu finden, der wohl wieder von jemanden geschrieben wurde, der das Buch gar nicht komplett gelesen hat. Darin heißt es: „Die drei Freunde Terry, Ray und Leon ziehen in dieser Nacht gemeinsam durch London. Sie sind auf der Suche nach dem schönsten Mädchen der Welt …“
1.) Am Anfang der Nacht sind die drei wirklich gemeinsam unterwegs, doch dann geht jeder seiner Wege, und die kreuzen sich erst am nächsten Tag wieder.
2.) Zwar haben alle in dieser Nacht Begegnungen mit Frauen, allerdings ist keiner von ihnen mit dem Vorsatz „Das schönste Mädchen der Welt zu finden“ gestartet.
3.) Einer von ihnen ist sogar ganz klar nur auf der Suche nach John Lennon, der sich in der Stadt aufhalten soll, der andere ist geschockt, weil seine Freundin mit einem anderen Typen abgehaun ist, und der Dritte im Bunde auf der Flucht vor Schlägertruppen, deren Lieblingsband er in seinem Artikel beleidigt hat.
Terry, Ray und Leon sind junge Journalisten bei einem Musikmagazin und für alle drei wird es eine besondere Nacht, die ihre Spuren hinterlässt, eine Nacht zwischen zwei Lebensabschnitten.
Großartig geschrieben! So lebendig, dass man die warme Nachtluft riechen kann, den Rauch und den Schweiß in den Clubs, die Musik und das Stimmengewirr hört, die Lichter der Reklamen und Laternen sieht. Interessant ist auch die Beschreibung der Musikszene der damaligen Zeit, der Punk-Hype, das Ende der Hippie-Ära und der Tod von Elvis. Die Figuren sind glaubhaft und vielschichtig.
Meine absolute Empfehlung!
Und nun folgt wieder die wunderbare Qual der Wahl: Was lese ich jetzt?
und der Revolvermann folgte ihm.“
(Der legendäre erste Satz von Stephen Kings Saga)
Der Graphic Novel-Sammelband „Der dunkle Turm“ ist nun ausgelesen. Oder müsste es angeguckt und gelesen heißen? Jedenfalls bin ich nun durch und leider etwas enttäuscht. Der Sammelband ist im vierten Roman der Reihe („Glas„) ansiedelt und fasst die Geschichte (Rolands Vergangenheit) grob zusammen. Der Roman war für mich einer der besten der ganzen Reihe, doch die Comicversion empfand ich oft als extrem pathetisch. Vielleicht müssen Comics so sein, ich weiß nicht, wann ich zuletzt eines in der Hand hatte, vielleicht sind solche Comics einfach so eine Art „Wendy-Heft-für-ältere-Jungs“, jedes Geschlecht und jede Altersgruppe braucht schließlich seinen eigenen Kitsch. Besonders die theatralisch-dramatische Erzählerstimme, die alle paar Bilder ihren Senf dazu gibt, ging mir bald auf den Keks. Eine kleine Kostprobe gefällig?
„Vorerst wird er sich mit den vernickelten Waffen eines Revolvermanns im ersten Jahr begnügen. Er liebkost sie wie eine Frau … nur mit mehr Liebe.“ oder „Jetzt wird’s schlimm, das muss ich euch warnend sagen. Wirklich schlimm, wisst ihr?„
Bei den Figuren konnte ich die schon aus den Romanen bekannte Sprache, die King für seine Mittwelt geschaffen hat, akzeptieren, auch wenn es so gebündelt manchmal hart an der Grenze war.
Doch ich will nicht nur meckern: Optisch ist dieser Band echt beeindruckend! Die Graphiken sind einfach toll und stimmungsvoll, auch insgesamt ist die Ausgabe sehr liebevoll gestaltet. Als Zugabe gibt es ein Poster (allerdings nur in den ersten ausgelieferten Exemplaren, wie ich gehört habe), am Ende des Heftes befindet sich Kartenmaterial, ein paar Extra-Zeichnungen und ein langer offener Brief von Stephen King, in dem er auch erzählt, wie es zu diesem Projekt mit Marvel kam.
Also, wer die Turm-Saga verschlungen hat, kommt auch nicht um dieses Comic herum. Man erfährt zwar nichts Neues, aber eine interessante Interpretation ist es allemal – sofern man eine ganze Ladung mehr männlichen Pathos als in den Romanen verkraften kann. Vielleicht fehlte mir dafür einfach nur etwas Testosteron…
Lange Tage und angenehme Nächte!
Vorhin hatten wir zwei Mädels da, beide in Ärzte-Shirts, die, vor Glück strahlend und kichernd, jede knapp 100€ für je eine handsignierte und limitierte Sonderausgabe von Farin Urlaubs dickem Bildband „Indien & Bhutan“ ausgegeben haben. Das Buch ist eigentlich als vergriffen gemeldet, warum wir diese Sonderausgaben haben, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Die Mädchen waren total aus dem Häuschen und ihre gute Stimmung echt ansteckend!
Niedlich war auch ein Italiener vorhin, der sich freudestrahlend mit „Guten Morgen!“ verabschiedete. (Ja, genau wie: „Ich möchte diesen Teppich nicht kaufen!“)
Und diese zwei Bücher haben mich heute vor Freude strahlen lassen:

Eine Kollegin hat mir eine Kiste mit Leseexemplaren geschickt, die noch in der alten Filiale für mich angekommen sind. Darunter nun diese beiden Schmuckstücke!
Der King hier ist keine Fortsetzung der „Dunkle Turm„-Reihe, sondern erzählt aus der Jugend vom Revolvermann Roland. King hat daran mitgewirkt und der vierte Band der Saga („Glas„) diente als Grundlage und Inspiration. Obwohl ich sonst so gut wie keine Comics lese (sieht man mal von Cartoons wie diesem oder diesem ab), bin ich mordsgespannt auf das ungewohnte Leseerlebnis und freu mich wie Bolle, endlich mein eigenes Exemplar zu besitzen!
Der Klappentext bei Tony Parsons „Als wir unsterblich waren“ verspricht Folgendes:
„16. August 1977. Eine endlose Sommernacht. Die Nacht nach dem Tod von Elvis. Es liegt etwas in der Luft, das mehr ist als Punk. Alles scheint möglich. Die drei Freunde Terry, Ray und Leon ziehen in dieser Nacht gemeinsam durch London. Sie sind auf der Suche nach dem schönsten Mädchen der Welt… Ein wildes und authentisches Buch über das Ende einer Jugend und den Anfang einer Liebe. Ein Roman für alle, die nicht erwachsen werden wollen. Und für alle, die es eigentlich längst sind.“
In der Mittagspause schon mal angelesen und die ersten Seiten für gut befunden!
Die „Vergebung“ ist ausgelesen und die versprochene Lobhudelei wird bald folgen!